Mittwoch, 10.12.2025 21:58 Uhr

Ewiges Wachstum, ewiges Wachstum, ein Mantra geht zu Ende

Verantwortlicher Autor: Peter Schlusnus Herdecke, 15.11.2025, 14:24 Uhr
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Herdecke [ENA] Ich kann das gegenwertige, pausenlose Gerede und Gejammer über ständiges Wachstum in der Wirtschaft nicht mehr hören. Das sind doch eigentlich alles schlaue Menschen, diese Wirtschaftswissenschaftler, die müssen es doch wissen. Ewiges Wachstum kann es nicht geben, das verhindert schon die Physik und Mathematik. Es endet in einer e Funktion. Warum wachsen Bäume nicht immer weiter?

Warum ist Gas und Öl in der Erde doch endlich, obwohl es ja im Augenblick nach den Wachstumfetischisten nicht danach aussieht. Es vergeht umso schneller, je schneller die Wirtschaft wächst und immer mehr natürliche Ressourcen verbraucht werden. Die Erde ist endlich. Sie kann Öl und Gas nicht beliebig nachliefern. Aber, dass scheint gestern wie heute nicht glaubhaft zu sein. Führende Institute verbreiten die Mähr des unendlichen Wachstums immer noch. Die Politik nimmt diesen Ball gerne auf, und posaunt ins gleiche Horn. Schauen wir doch auf die Wachstumsgrößen der letzten zehn Jahre in Deutschland.

Ja, ein unendliches Wirtschaftswachstum ist nicht möglich, da es durch endliche Ressourcen wie Rohstoffe, Energie und eine begrenzte Umwelt eingeschränkt ist. Auch wenn Wachstum kurz- bis mittelfristig angestrebt wird, stoßen aktuelle Modelle an Grenzen, insbesondere aufgrund des Klimawandels und der benötigten Ressourcen. Auch die Abschaffung von Feiertagen ist nur ein Einmaleffekt, der kehrt nicht wieder, oder der nächste Feiertag wird für den „Fetisch Wachstum“ geopfert.

Wie geht es denn nun weiter? Die Wirtschaftsweisen erwarten im kommenden Jahr, trotz der Investitionsoffensive der Bundesregierung, nur 0,9 Prozent Wachstum. Die Umsetzung des Finanzpakets sei "stark verbesserungsbedürftig", kritisieren die Ökonomen in ihrem Jahresgutachten, wenn Wachstum erzeugt werden soll. Wer will denn da wirklich von Wachstum sprechen. Das sind Hoffnungen, die aus der Glaskugel stammen. Wir sollten den mal mit dem Kaffeesatz fragen, vielleicht haben wir da mehr Glück.

Machen wir uns doch endlich mahl ehrlich, die Zeiten des Wachstums sind vorbei. Konsumgüter werden nur noch schwach nachgefragt, jeder Haushalt hat doch schon drei Fernseher. Die gehen gar nicht so schnell kaputt wie sie produziert werden. Der Handy Markt ist auch stabil. Es gibt keine genaue Zahl, aber die Daten legen nahe, dass es deutlich mehr als 100 Millionen aktive Mobiltelefone in Deutschland gibt und zusätzlich schätzungsweise 195 Millionen Altgeräte die in den Haushalten lagern. Im Jahr 2018 waren es 107,5 Millionen aktive Mobiltelefone, während 2022 rund 195 Millionen Altgeräte gezählt wurden.

Wo ist da noch ein Markt? Über die Autoindustrie bauch wir gar nicht mehr reden, sie ist ein Schatten ihrer selbst, zumindest in Deutschland. Wo sollen die Autos auch alle hin? Unsere Straßen sind verstopft, Staus so weit das Auge reicht. Tempolimit brauchen wir nicht, wir kommen in den meisten Fällen doch so schon nicht vorwärts. Was wir brauchen ist eine Neue Denke in Politik und Wirtschaft. Aber das ist zu revolutionär. Stattdessen fahren wir die Zukunft zurück und fordern Verbrenner, Kernenergie und 30 Gaskraftwerke. Was sind das nur Geister die da vorausdenken sollen. So, nun machen wir mal was für das Wachstum und gehen schoppen!

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